Ungeboren. Bilder und Vorstellungen von Schwangerschaft im Wandel

Eine Ausstellung von Rike-Kristin Liebsch und dem Stadtmuseum Gütersloh

Im BauernhausMuseum von Ende Mai bis 23. August 2020

Viele Babyalben beginnen mit mehr oder weniger gut erkennbaren Schwarz-weiß-Aufnahmen kleiner Föten. Denn für Frauen, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland schwanger waren, gehörten Ultraschall-Untersuchungen zur Vorsorge. Doch welche Vorstellungen machten sich Menschen vor diesen Bildern von der Entwicklung im Mutterleib?

Bis in das 20. Jahrhundert wurde eine Schwangerschaft nicht mit medizinischen Hilfsgeräten bestätigt, die das Ungeborene visualisieren. Vielmehr erfolgte das Wissen um eine Schwangerschaft durch Körpergefühl und Erfahrung von Frauen und Hebammen, sprich einer Frauengemeinschaft. Diese Unsichtbarkeit des im Mutterleib wachsenden Ungeborenen beflügelte aber auch die Vorstellungskraft von Malern, Wissenschaftlern und Theologen. Die dabei entstandenen Bilder spiegeln die jeweilige Lebenswirklichkeit wider, an die sich Rituale, Wünsche, Ängste und Vorstellungen schwangerer Frauen anschließen. Gezeigt werden mehr als ein Dutzend „Schwangerschaftsbilder“ von Leonardo Da Vinci bis Lennart Nilsson.