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Infos

    Öffnungszeiten:

    Dienstag - Freitag
    10.00 - 18.00 Uhr

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    11.00 - 18.00 Uhr

    Geöffnet von Februar bis
    23. Dezember


    Adresse:

    Bielefelder Bauernhausmuseum
    gGmbH
    Dornberger Straße 82
    33619 Bielefeld

    Fon: 0521 / 5218550
    Fax: 0521 / 5218552
    E-Mail: schreiben

    Café: 0521 / 5218551


    Eintrittspreise:

    Erwachsene 4,00 €
    Ermäßigt 2,00 €
    Familienkarte 8,00 €
    Jahreskarte 20,00 €
    Familienjahreskarte 35,00 €

    Freier Eintritt für InhaberInnen
    des Bielefeld-Passes
    (außer Sonderveranstaltungen)


    Der Zugang zum Café ist kostenlos

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Ausstellungs-Vorschau

 

Die 70er in Westfalen - Demos, Discos, Denkanstöße

Eine Wanderausstellung des rock'n'popmuseums Gronau in Zusammenarbeit mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen

Im BauernhausMuseum vom 20. Oktober bis 15. Dezember 2019

Eröffnung: Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.30 Uhr


Bilder der Fotosammlung Christoph Preker lassen die 1970er Jahre wieder lebendig werden. Die 70er Jahre gelten als politische und kulturelle Umbruchphase. Es ist das Jahrzehnt der neuen sozialen Bewegung wie der Frauenbewegung, der soziokulturellen Zentren, der Open-Air-Konzerte. Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemonstrationen von sich reden. Alternative Zeitungen und Magazine boomten. Die Überwindung verkrusteter Strukturen fand nicht nur in Metropolen statt. Kinderläden, Jugendzentren, die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensstile und anderes mehr sind heute ein unauffälliger Bestandteil unseres Lebensalltags, mussten damals allerdings noch Schritt für Schritt der Mehrheitsgesellschaft abgerungen werden. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: "Wir wollen mehr Demokratie wagen."
Hier einige Schlagworte aus dieser Zeit: Ausbau der Hochschulen, BaföG, Reform des § 218, Radikalenerlass und Berufsverbote, Einführung von Gesamtschulen, "Terroristenjagd" und "Deutscher Herbst", RAF und "Institutionen-Feindlichkeit", "Grenzen des Wachstums" und Ölkrise. Die bundesdeutsche Gesellschaft und auch Westfalen-Lippe ist politisiert wie nie zuvor und befindet sich im Umbruch. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte verzwanzigfachte sich, Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland geworden. PKWs, elektrische Haushaltsgeräte sowie Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nehmen flächendeckend zu. Die Innenstädte werden immer mehr zu modernen Verwaltungsstandorten; bezahlbarer Wohnraum wird rar; es kommt zu Hausbesetzungen und Bürgerinitiativen.

Doch die 1970er Jahre sind auch schrill und  bunt. Disco, Glamrock oder Heavy Metal waren ebenso angesagt wie Schlaghosen, Plateausohlen und Blümchen-T-Shirts. Die Jugend verbrachte ihre Abende und Nächte im eigenen Partykeller oder im Saturday-Night-Fever in den Discotheken.

 

 

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