Der Westfälische Heimatbund von 1915 bis heute
Eine Ausstellung von Westfälischem Heimatbund und LWL-Institut für Westfälische Regionalgeschichte
Im Bauernhausmuseum Bielefeld vom 15. Novenber bis 13. Dezember 2026

Seit mehr als 100 Jahren prägt der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) – heute Dachverband für rund 130.000 für Kultur, Natur und lebenswerte Orte Engagierte in Westfalen – das Verständnis von „Heimat“ in Westfalen mit. Doch was bedeutet „Heimat“ eigentlich? Wie haben sich Vorstellungen von Heimat im Laufe der Zeit verändert – und welche Rolle spielte dabei der Westfälische Heimatbund?
Diesen Fragen geht der Westfälische Heimatbund e. V. in Zusammenarbeit mit dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte im Rahmen eines Kooperationsprojektes nach.
In der Geschichte des Heimatbundes bündelt sich wie unter einem Brennglas der gesellschaftliche Wandel in Westfalen. An der Arbeit des WHB lassen sich Veränderungen des Heimatbegriffs ebenso nachvollziehen wie von Raumbezügen und Gruppenzugehörigkeiten, von Teilhabe, bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt, vom Verhältnis zwischen Stadt und Land, zwischen Natur und Mensch sowie zwischen Westfalen und der Welt.
Die Ausstellung beleuchtet die unterschiedlichen Konzepte von Heimat, die der WHB im Laufe seiner Geschichte vertreten hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Deutungen von Westfalen, die sich nicht nur in mentalen Bildern, sondern auch in territorialen Zuschreibungen äußern. Diese unterschiedlichen Antworten prägten sowohl die Wahrnehmung der Region als auch das Selbstverständnis des WHB.
Die sich wandelnden Strukturen, Handlungsfelder und Haltungen spiegeln die gesellschaftliche Transformation wider. Daraus ist ein WHB entstanden, der sich heute entschieden für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe einsetzt und gesellschaftsrelevante Themen sowie die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des Ehrenamts in den Fokus nimmt.
Die Präsentation ist Teil des von der LWL-Kulturstiftung geförderten Projekts „Der Westfälische Heimatbund im 20. und 21. Jahrhundert: Heimatmachen im gesellschaftlichen Wandel zwischen 1915 und 2025“.