Im BauernhausMuseum vom 25. Oktober bis 2. April 2021

Gelber Tisch, viele Spielkarten und drei Hocker

15 Millionen Einfamilienhäuser stehen zwischen Alpenrand und Nordsee. Etwas mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland wohnt in einem, drei Viertel träumen vom eigenen Haus im Grünen. Doch was macht das Einfamilienhaus so attraktiv, dass Familien sich für seinen Bau oder Kauf auf Jahrzehnte verschulden? Und welche gesellschaftlichen Folgen zieht es nach sich?

Das BauernhausMuseum Bielefeld widmet dem Eigenheim ab Oktober 2020 eine Sonderausstellung. Thematisiert wird ein widersprüchliches Phänomen. Denn so sehr sich viele Menschen ein eigenes Haus wünschen, so problematisch erscheinen vielen Architekten und Planern die vorhandenen und neu entstehenden Einfamilienhaussiedlungen. Groß der Aufwand für Infrastruktur und Unterhaltung, zu unsicher scheinbar die Zukunft.  Was passiert mit den eigenen vier Wänden, wenn die Kinder ausgezogen sind?

Die Ausstellung 4 Wände wird Überraschungen bereithalten: Mehrere Spiele laden auf einem Durchschnitts-Einfamilienhaus-Grundriss dazu ein, ins Einfamilienhausleben einzutauchen. Was spricht für, was gegen den Kauf oder Bau des Eigenheims? Ein Spiel lässt die Besucher darüber debattieren. Bei einem anderen geht es darum, alle Aufgaben, die ein Einfamilienhaus-Familienleben mit sich bringt, ins rechte Lot zu bringen, damit der Haussegen nicht schief hängt. Oder man versucht, seine „Platzkiller“, die vielen „Steh-im-Wege“ aus Garage, Keller und Dachboden dem Gegenspieler unterzujubeln. Oder man spielt Roulette um unsere Wohnzukunft.

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