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Infos

    Öffnungszeiten:

    Dienstag - Freitag
    10.00 - 18.00 Uhr

    Wochenende + Feiertage
    11.00 - 18.00 Uhr

    Geöffnet von Februar bis
    23. Dezember


    Adresse:

    Bielefelder Bauernhausmuseum
    gGmbH
    Dornberger Straße 82
    33619 Bielefeld

    Fon: 0521 / 5218550
    Fax: 0521 / 5218552
    E-Mail: schreiben

    Café: 0521 / 5218551


    Eintrittspreise:

    Erwachsene 4,00 €
    Ermäßigt 2,00 €
    Familienkarte 8,00 €
    Jahreskarte 20,00 €
    Familienjahreskarte 35,00 €

    Freier Eintritt für InhaberInnen
    des Bielefeld-Passes
    (außer Sonderveranstaltungen)


    Der Zugang zum Café ist kostenlos

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Ausstellungen 2007

 
„Färberwelten“
Projektpräsentationen von Schülerinnen und Schülern der Hamfeldschule
 
vom 11. November bis 17. Dezember 2007
 
 Färberwelten
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 „Unecht“

Glasschmuck des 19. und 20. Jahrhunderts
 
vom 21. September 2007 bis 2. März 2008
 
 
UnechtDie Ausstellung mit dem Titel „Unecht“ im BauernhausMuseum Bielefeld befasst sich mit dem Thema Glasschmuck. Sie zeigt die Ursprünge, die technischen Entwicklungen als auch die Anstöße und sozialen Gegebenheiten beim Tragen von Schmuck in den letzten 150 bis200 Jahren in Mitteleuropa. So werden aus dem Fundus des Museums noch nie gezeigte Stücke des bäuerlichen Schmuckes ausgestellt. Auch befasst sich die Ausstellung mit dem Schmuck städtischer Frauen der unteren bis oberen Mittelschicht. Ein weiterer, interessanter Gesichtspunkt ist der Weg vom „echten bis zum imitierten“ Schmuck, der jeder Frau die Möglichkeit einräumte sich zeitgemäß zu schmücken. Modeschmuck, der heute „selbstverständlich“ von jedem zu jeder Zeit getragen werden kann und wird, musste viele Hürden überwinden um den Grad heutiger Akzeptanz zu erreichen.
 
UnechtNeben dem historischen Aspekt dieser Ausstellung will aber auch der ästhetische genannt sein, denn die preisgünstigen Materialien, die im Allgemeinen beim Modeschmuck Verwendung finden, erlauben ein sehr fantasievolles und großzügiges Umgehen mit den Werkstoffen, das sich in üppigen und reichen Objekten zeigt. Durch den Einfluss der Filmwelt wurde für prachtvollen und eigenwilligen Modeschmuck der Weg geebnet, der Glas und anderen „unechten Werkstoffen“ den Platz neben den Traditionsjuwelen erwarb und erhält.

 

Schnecken
Der Feind in meinem Beet
 
vom 20. Mai bis 19. August 2007
 
 
Schnecken sind ein unerschöpfliches Thema für uns Menschen. Seit jeher verfolgen, quälen und vernichten wir sie. Selbst friedlichste Zeitgenossen werden zu wahren Sadisten, wenn es um die Verteidigung von liebevoll, kultiviertem Grünland geht. Bierfallen, Scheren, Schneckenkorn, Salz – die menschliche Phantasie kennt keine Grenzen.
 
Trotz aller Emotionen, die diese Tierchen in uns hervorrufen, verdanken wir der Schnecke bzw. ihrer Form nicht nur manche technische Erfindung – man denke an Schneckengewinde oder an einen Schneckenbohrer -, sondern verbinden mit ihr auch ganz bestimmte Vorstellungen: Mit ihrem Gehäuse ist sie Sinnbild für die Ewigkeit, Symbol für lasterhafte Trägheit oder gar übertriebenen Eifer. Ihr Körper und seine Absonderungen dienten in der Vergangenheit als Heilmittel; heute erkennen wir wieder ihre ökologische Aufgabe.
Unmäßige Fresslust und schleimige Hinterlassenschaften haben ihr ein negatives Image eingebracht. Dass das Thema „Schnecken“ aber durchaus vielfältiger ist und mehr bietet als der Ärger über kahl gefressene Gärten, zeigt die vom Bergischen Freilichtmuseum für Ökologie und bäuerlich-handwerkliche Kultur konzipierte Ausstellung. Sie nähert sich dem ungeliebten Wesen aus unterschiedlichen Perspektiven: kulturhistorisch wie auch ökologisch. Thematisiert werden die Rolle der Schnecke im volkstümlichen Aberglauben, das Purpurrot als Farbe der Kardinäle und Könige, Schneckenplagen, Schnecken in der Technik, Schneckenfeinde, der Schnecken liebstes Mahl und vieles mehr.
 
Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine überdimensionale, begehbare Schnecke, die als Medienraum benutzt werden kann. Neben zahlreichen Objekten vermitteln Bild- und Texttafeln sowie Hörstationen kindgerecht und auf unterhaltsame Weise viel Anschauliches aus der Schneckenwelt. Für Kinder gibt es Mitmach- und Hands-on-Stationen: ein „Schneckenrennen“, bei dem um die Wette gekurbelt wird, oder ein großes Holzblatt, an dem mit Raspeln die typische Raspelzunge der Schnecke nachempfunden werden kann.
 
 
 
„Häuser unterwegs“
Eine Baustellenzaun-Ausstellung
 
vom 5. Mai bis 20. September 2007
 
 
HäuserAnlass für diese Ausstellung ist der Wiederaufbau des Handwerkerhauses von 1568 aus Vlotho auf unserem Museumsgelände. Das Fachwerkgerüst lag seit 1969 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold „auf Halde“ und wurde uns, auf dringenden Wunsch eine wettergeschützte Räumlichkeit für die museumspädagogische Arbeit zu haben, geschenkt. Mit großzügigen Spenden des Bielefelder Verkehrsvereins und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte das BauernhausMuseum diesen Wiederaufbau in Angriff nehmen.
Es war nichts Ungewöhnliches, dass Fachwerkhäuser in der Vergangenheit umgesetzt oder auch „fortgeschleppt“ wurden. Schon in der Lex Salica, die in die Jahre 507/511 datiert wird, findet sich der Tatbestand des „Hausraubes“. Der größte Wert der historischen Fachwerkhäuser lag in ihrem Holzgefüge. Der Rohstoff Holz spielte in der vorindustriellen Zeit eine viel größere Rolle als die menschliche Arbeitskraft. Die Ressource Eichenholz war knapp und wurde deshalb oft wieder verwendet. Nicht nur in Teilen, sondern auch als ganze Häuser translozierte man sie an andere Standorte. Die Gründe dafür waren vielfältig: Totalschaden durch Brand, Mitgift bei Verheiratung, Verkauf bei Verschuldung, Wassernot etc.
Die Ausstellung zitiert in ihrem historischen Teil sehr frühe schriftliche Quellen und präsentiert konkrete Umsetzungsbeispiele, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus reichen. Anhand von Translozierungen aus der Umgebung von Bielefeld wird aufgezeigt, wie sich die Gebäude mit manchmal sogar zwei Standortwechsel veränderten und welche Gründe hinter diesen ungewöhnlich anmutenden Veränderungen stecken: Hof Pöhl in Theesen, Meier zu Sudbrack in Schildesche, Meier zu Ummeln, Meier zu Drewer in Theesen, die Scheune des Hofes Möllering in Rödinghausen und letztendlich das Handwerkerhaus aus Vlotho.
Die bebilderten Fahnen des historischen Teils der Baustellenzaun-Ausstellung werden ergänzt durch eine „Bildergeschichte“ des Wiederaufbaus unseres Kinderhauses im BauernhausMuseum. Momentan endet sie mit dem Richtfest im April. Sie wird aber immer wieder, abhängig vom Baufortschritt, erweitert bis zur Fertigstellung des Gebäudes.
 
Konzept und Realisierung: Dr. Rosa Rosinski, Dr. Lutz Volmer, Siegfried Baron.
 
 
 

„Genossenschaft ist Nachbarschaft“

Die Freie Scholle
 
vom 4. März bis 1. Mai 2007
 
 
Der erste Teil der Ausstellung basiert auf einem Film und einer Examensarbeit des Fachbereichs Design der Fachhochschule Bielefeld des Jahres 1975. Die damalige Projektgruppe „Massenwohnungsbau“ hat damals den Beitrag unter dem Titel „Gründung und Entwicklung der Baugenossenschaft Freie Scholle“ erarbeitet. Er zeigt die Geschichte der Freien Scholle seit 1911 und das Leben in der Genossenschaft bis in die 1970er Jahre. 
 
In den 1970er Jahren wurden die Probleme immer offensichtlicher, die der damalige Soziale Wohnungsbau mit sich brachte: „Ghettos“ in den Stadtrandgebieten ebenso wie Kahlschlagpolitik in den Innenstadtbereichen, die stark zu sozialen Probleme wie Isolation und Anonymisierung beitrug. Demgegenüber waren die Siedlungen der Freien Scholle aus den 1920er und 1930er Jahren vorbildlich. Die Projektgruppe recherchierte in Archiven und vor Ort bei den Bewohnern: Sie ließ sich Wohnungen zeigen, nahmen am vielfältigen Vereinsleben teil, beobachteten das nachbarschaftliche Miteinander.
 
Der zweite Teil schildert die Entwicklung der Freien Scholle in den achtziger und neunziger Jahren und stellt Projekte wie den Aufbau einer Altenberatung und die Bauvorhaben dieser Zeit dar.
 
Die Anliegen der Freien Scholle sind ebenso wie Inhalte der Ausstellung von 1975 bis heute aktuell geblieben. Das Zusammenleben von Menschen und ein humaner Städtebau sind weiterhin ein relevantes Thema, wohnen in guter Nachbarschaft eigentlich unabdingbar.
 
Karin Gräfenstein und Michael Seibt von der Freien Scholle haben die Realisierung des zweiten Teils der Ausstellung übernommen.
 
 
 
 

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