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Infos

    Öffnungszeiten:

    Dienstag - Freitag
    10.00 - 18.00 Uhr

    Wochenende + Feiertage
    11.00 - 18.00 Uhr

    Geöffnet von Februar bis
    17. Dezember


    Adresse:

    Bielefelder Bauernhausmuseum
    gGmbH
    Dornberger Straße 82
    33619 Bielefeld

    Fon: 0521 / 5218550
    Fax: 0521 / 5218552
    E-Mail: schreiben

    Café: 0521 / 5218551


    Eintrittspreise:

    Erwachsene 4,00 €
    Ermäßigt 2,00 €
    Familienkarte 8,00 €
    Jahreskarte 20,00 €
    Familienjahreskarte 35,00 €

    Freier Eintritt für InhaberInnen
    des Bielefeld-Passes
    (außer Sonderveranstaltungen)


    Der Zugang zum Café ist kostenlos

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Ausstellungen 2006

„Wir machen Stoff“

vom 29. Oktober bis 17. Dezember 2006
 
 
StoffKleidung zu tragen ist notwendig und selbstverständlich. Aber weiß jeder eigentlich wie der Stoff dafür hergestellt wird? Die Schülerinnen und Schüler der 7a und 7b der Hamfeldschule (städtische Förderschule in Bielefeld) haben diese Frage untersucht.
Acht Monate lang erarbeiteten sich 26 Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren die Thematik der Textherstellung. Sie haben sich über die Herstellung von Leinen und Baumwolle in der Schule, im BauernhausMuseum und im Welthaus Bielefeld informiert. Dabei verschafften sie sich Einblicke in historische, aktuelle, regionale und weltweite Produktionsbedingungen.  
Sie haben selbst Flachs angebaut, die Felder gepflegt, die Pflanzen geerntet und verarbeitet. In einem ersten Schritt wurde gemeinsam ein Beet angelegt, in dem der Leinsamen ausgesät wurde.
Zusammen wurden auch die Felder gepflegt. 
Nach der Ernte wurde der Flachs mechanisch bis zur Rohfaser weiterverarbeitet. 
Die abschließenden Arbeitsgänge, Spinnen und Weben, überzeugten dann selbst die letzten Zweifler der Gruppe. 
Die einzelnen Arbeitsschritte wurden dokumentiert, fotografiert und gemalt.
Es wurde außerdem gefeiert, sich gefreut und gespielt. In einer Ausstellung präsentieren wir nun Einblicke in die unterschiedlichen Prozesse dieser Projektarbeit.
 
 
 
 
 
Wetter – verhext • gedeutet • erforscht
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Zusammenarbeit mit dem BauernhausMuseum Bielefeld
 
im Bielefelder BauernhausMuseum vom 21. Mai bis 3. September 2006
 
 
WetterAlle reden vom Wetter. Wir auch. Kaum ein Thema eignet sich besser für ein kurzes Gespräch unter Menschen, die sich möglicherweise darüber hinaus wenig zu sagen haben. Das Wohlbefinden jedes Einzelnen ist abhängig von der Zahl der täglichen Sonnenscheinstunden, unser hochtechnisiertes Verkehrssystem kann in Folge heftiger Schneefälle völlig zusammenbrechen. Wertvolle Sendeminuten in den modernen Medien widmen sich diesen Wetterphänomenen in tricktechnisch perfekt aufbereiteten Wetterberichten und -vorhersagen. All dies verdeutlicht nicht zuletzt unsere Abhängigkeit von diesem Umweltphänomen. Besonders gilt dies für agrarisch geprägte Gesellschaften, deren Abhängigkeit vom Wetter existenziell ist.
Das, was wir als „chaotisches System Wetter“ wahrnehmen, besteht aus einer Vielzahl von Einzelphänomenen, denen wir heute mit Hilfe der Wissenschaft „Meteorologie“ auf die Schliche zu kommen versuchen. So ist selbstverständlich die moderne Erforschung und die Vorhersage der Wetterereignisse Thema von Ausstellung und Katalog des Westfälischen Museumsamtes. Aber die Ereignisse darauf zu reduzieren, hieße die Komplexität der Zusammenhänge und der menschlichen Reaktionsweisen zu leugnen. Das Phänomen Wetter wird in dieser Ausstellung nicht auf die Meteorologie allein reduziert. Auch die Dimensionen „Erfahrung“ und „Glaube“ – gemeint sind damit auch Volksglaube und Aberglaube – werden betrachtet. Selbst wenn der Glaube bei der Erklärung von Wetterphänomenen heute gegenüber der Wissenschaft in den Hintergrund getreten ist – verschwunden ist er nicht.
Die Zeitreise durch die Entwicklung der Vorstellung vom Wetter und den Wettervorhersagen beginnt im Hohen Mittelalter, zieht sich über Absolutismus und Aufklärung bis in die heutige Zeit. Es beginnt mit den wissenschaftlichen Anfängen der Wetterbeobachtungen zu einer Zeit, als das Weltbild der Antike noch Gültigkeit besaß und die Menschen Gott für das Wetter verantwortlich machten. Unterschiedliche Handlungsstrategien werden vorgestellt, welche die Menschen jener Zeit entwickelten, um nahendes Unwetter zu beeinflussen, abzuwenden oder sich davor zu schützen. Den Anklagen wegen Wetterzauberei wird die intensive Verehrung von Wetterheiligen gegenübergestellt.
Blitz und Donner wurden noch im 17. Jahrhundert als Zeichen des göttlichen Zorns betrachtet. Zur gleichen Zeit begann in den Wissenschaften das große Experimentieren. Mithilfe von Versuchsanordnungen gelang es den Naturwissenschaften, bestimmte Rätsel zu lösen und dabei wurden die für die Meteorologie wichtigsten Messinstrumente – wie Barometer, Thermometer und Hygrometer – entdeckt.
Die Erfindung der Telegraphie ermöglichte die Vernetzung von Daten: Die Entwicklung der Messtechnik sowie der Aufbau der Verwaltungsstrukturen verschafften der Meteorologie einen nie dagewesenen Boom. Die öffentliche Wettervorhersage ist unverzichtbarer Bestandteil des Alltags und meteorologische Daten werden einem immer größeren Kreis von Interessenten zugänglich. Blitz und Donner gelten nicht mehr länger als Strafinstrument Gottes, sondern werden als Güte und Weisheit des Schöpfers empfunden. In Publikationen werden Tiere und Pflanzen glaubhaft als „Wetterpropheten“ vorgestellt. Unwetterbedingte Missernten und Hungerkrisen in der Landwirtschaft Westfalens forderten Lösungen, um
 
Realisierung: Verena Burhenne M. A., LWL-Museumsamt für Westfalen, Dr. Rosa Rosinski, BauernhausMuseum Bielefeld
 
 
 
„Au Backe“
Vom Zahnreißen zum Zahnerhalten
 
vom 19. Februar bis 1. Mai 2006
 
 
BackeIm Bielefelder BauernhausMuseum findet ab dem 19. Februar 2006 eine Sonderausstellung unter dem Motto „Au Backe – Vom Zahnreißen zum Zahnerhalten“ statt. Anhand von Ausstellungstücken aus mehreren Jahrhunderten wird die Geschichte der Zahnmedizin von den brachialen Methoden reisender Zahnbrecher, die in vorindustrieller Zeit vor allem auf dem Lande ihre Patienten malträtierten, bis zur heutigen High-Tech-Behandlung gezeigt. Kernstück der Ausstellung bilden dabei Stücke aus der Sammlung des ehemaligen Bielefelder Zahnhauses Bulk, einer der führenden Großhandlungen für Zahnbedarf in Deutschland. Der Gründer dieser Großhandlung, Wilhelm Bulk sen., hat von 1930 bis etwa 1980 eine der größten Sammlungen zur Geschichte der Zahnmedizin zusammengestellt, die es in Deutschland gibt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus dem Dentalmuseum Großbothen, das mittlerweile über den bedeutendsten Fundus seiner Art in Mitteleuropa verfügt, aus dem Stadtmuseum Gütersloh sowie von diversen Privatleihgebern.
BackeMit den Ausstellungsstücken und den begleitenden Texten und Fotos erhält der Besucher einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Zahnmedizin und erfährt, wie grundlegend sich die Zahnbehandlung vor allem im industriellen Zeitalter verändert hat und an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wurde. Die verschiedenen Stationen der Ausstellung dienen dabei als Momentaufnahmen von Zahnbehandlungen unterschiedlicher Epochen und werden durch Text- und Bildtafeln jeweils inhaltlich erläutert.
 
 

 

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